Das Deutsche Nationalkomitee für Polarforschung tagt am GEOMAR

 

24.05.2018

Das Deutsche Nationalkomitee für Polarforschung tagt am GEOMAR

Forschung in der sibirischen Laptewsee, einer der "Eisfabriken" des Nordpolarmeers. Foto: Heidemarie Kassens/GEOMARSchmelztümpel in Grönland. Foto: Günther Heinemann/Universität TrierTeilnehmerinnen und Teilnehmer der  jährlichen Sitzung des deutschen Nationalkomitees für Polarforschung. Foto: Heidemarie Kassens/GEOMAR

24.5.2018/Kiel. Wer sich mit der Entwicklung des globalen Klimas, mit dem Ansteigen des Meeresspiegels oder mit Veränderungen in marinen Ökosystemen beschäftigt, muss immer auch die Polargebiete im Blick behalten. Arktis und Antarktis spielen beispielsweise im System der globalen Meeresströmungen eine zentrale Rolle und die großen, aber schwindenden Eisflächen sind wichtige Faktoren für die Strahlungsbilanz der Erde.

In dieser Woche treffen sich 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland zur jährlichen Sitzung des deutschen Nationalkomitees für Polarforschung am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Diskussionen zur Umsetzung der „Polarforschungsagenda 2030“, die vom Nationalkomitee im September 2017 herausgegeben wurde. Diese Agenda fasst den heutigen Wissensstand zusammen und stellt die drängenden Forschungsfragen der nächsten 10 bis 15 Jahre dar.

Die deutsche Polarforschung hat eine lange und erfolgreiche Tradition und nimmt mit ihren Forschungsstationen, Flugzeugen und Forschungsschiffen international eine führende Rolle ein. Dies wird aber nur möglich aufgrund einer exzellenten nationalen und internationalen Zusammenarbeit in der Wissenschaft. So ist Deutschland international integriert in das Scientific Committee on Antarctic Research (SCAR) und das International Arctic Science Committee (IASC), in denen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die deutsche Mitgliedschaft wahrnimmt.

Das Deutsche Nationalkomitee SCAR/IASC dient als nationales Korrespondenzorgan zu SCAR und IASC. Weiterhin plant und koordiniert es die Aktivitäten der Hochschulen mit denen des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- Meeresforschung, des GEOMAR und anderen Bundeseinrichtungen und Instituten, welche über die notwendige Logistik für die Polarforschung verfügen.

Das jährliche Treffen des Nationalkomitees SCAR/IASC findet reihum an beteiligten Forschungsinstitutionen statt. Ein weiteres wesentliches Thema der Sitzung in dieser Woche ist die Vorbereitung der Treffen der internationalen SCAR- und IASC-Arbeitsgruppen in Davos im Rahmen der internationalen Konferenz POLAR 2018 im Juni.