Neue Ansätze zur Erforschung von Grundwasser unter dem Meer

 

18.06.2019

Neue Ansätze zur Erforschung von Grundwasser unter dem Meer

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Grundwasser-Workshops am GEOMAR. Foto: Jan Steffen/GEOMAREin Waveglider vor der Küste des Omans. Hier untersucht das GEOMAR bereits in Kooperation mit dem Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ)  und dem omanischen Institute for Advanced Technology Integration (IATI) Grundwasseraustritte vor der Küste. Foto: Warner Brückmann/GEOMAR

18.06.2019/Kiel. Heute trafen sich am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel mehr als 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland, um den Forschungsbedarf zu Grundwasservorkommen unter dem Meer zu diskutieren. Mit wachsender Weltbevölkerung wird die Ressource Trinkwasser immer knapper. Umso wichtig war die Entdeckung, dass es auch unter dem Meer riesige Frischwasservorkommen gibt - unter anderem vor Kapstadt, wo im Frühjahr 2018 wegen einer Dürre die Frischwasserversorgung bedrohlich knapp wurde.

Aufgrund der weltweiten Wasserknappheit ist zu erwarten, dass viele Küstenstaaten nun mit der Nutzung der Wasservorräte unter dem Meer beginnen werden. Damit diese Vorräte nicht sofort verbraucht werden und auch zukünftigen Generationen noch zur Verfügung stehen, gilt es herauszufinden, wie schnell sich die Wasservorräte in Regenzeiten regenerieren. Auch muss geklärt werden, in wie weit die Förderung von Grundwasser unter dem Meer die Grundwasservorkommen an Land beeinflusst.

All diese Fragen bedürfen neuer Technologien und neuer wissenschaftlicher Ansätze, die im Rahmen zukünftiger Forschungsprojekte erarbeitet werden müssen. Im Rahmen des eintägigen Arbeitstreffens am GEOMAR wurde eine Strategie entwickelt, wie die deutsche Umweltforschung  hierzu beitragen kann.